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Ruhig bleiben, wenn die Börse zittert: Crowdlending als Stabilitätsanker
Aktien können an einem einzigen Tag mehr verlieren, als ein Sparkonto in Jahren einbringt. Wer schon einmal erlebt hat, wie das Depot bei einer Marktkorrektur rot leuchtet, kennt das flaue Gefühl. Es gibt jedoch Anlageklassen, deren Entwicklung deutlich weniger von den täglichen Schwankungen an den Börsen geprägt ist. Dazu gehören breit diversifizierte Kreditportfolios.
Warum nicht alles im Gleichschritt fallen sollte
Wenn alle Anlagen gleichzeitig steigen und gleichzeitig fallen, bringt Diversifikation wenig. Entscheidend ist, dass sich verschiedene Anlageklassen unterschiedlich entwickeln. Genau das beschreibt der Begriff Korrelation. Je tiefer die Korrelation, desto stärker können sich die einzelnen Bausteine eines Portfolios gegenseitig ausgleichen.
Spannend wird es, wenn du Anlagen kombinierst, die sich unterschiedlich entwickeln. Dann gleicht das eine aus, was das andere gerade schwächt. Das Gesamtportfolio kann dadurch weniger stark schwanken. Gleichzeitig erschliesst du dir eine zusätzliche Ertragsquelle neben Aktien und Anleihen. Diese Idee ist nicht neu: sie ist der Kern der modernen Portfoliotheorie und seit den 1950er-Jahren gut belegt. Neu ist, wie einfach Privatanleger sie heute umsetzen können.
Kredite ticken anders als die Börse
Und hier kommt Crowdlending ins Spiel. Investitionen in Schweizer Kredite hängen kaum an der Tagesstimmung der Aktienmärkte. Die Rückzahlungen eines Kreditportfolios hängen in erster Linie davon ab, ob Kreditnehmer ihre Verpflichtungen erfüllen. Je nach Kreditart fliessen Zinsen und Kapital laufend während der Laufzeit zurück oder als Rückzahlung am Laufzeitende. Diese Zahlungsströme orientieren sich deutlich weniger an täglichen Börsenbewegungen.
Hinweis: schematische Darstellung; für echte Zahlen siehe den Net Return Index in unseren Statistiken.
Drei Eigenschaften sorgen für diese Ruhe:
Regelmässige Rückflüsse: Zins und Tilgung kommen meist laufend zurück, nicht erst am Laufzeitende. Das verkürzt die Kapitalbindung und senkt das pro Kredit von Rate zu Rate.
Regelmässige Cashflows: Kreditportfolios liefern laufende Zinszahlungen und Rückflüsse. Das unterscheidet sie von Anlagen, deren Wert ausschliesslich von Marktpreisen abhängt.
Breite Streuung: Über viele Kredite, Kredittypen und Laufzeiten verteilt, verliert jeder einzelne Ausfall an Gewicht.
Wie du mit Crowdlending starten kannst, erfährst du in unserem Blogartikel «Vom Anfänger zum Investor: Crowdlending in der Schweiz verstehen und nutzen»
Die richtige Dosis
Stabilitätsanker heisst nicht «alles auf Kredite». Im Gegenteil, Crowdlending entfaltet seine Stärke als Ergänzung zu einem bestehenden Portfolio aus Aktien, Immobilien und anderen Anlagen. Wie hoch der Anteil von Crowdlending im Portfolio sein sollte, hängt von deiner Anlagestrategie, deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab. Viele Anleger nutzen Crowdlending als Ergänzung zu anderen Anlageklassen und für die gezielte Generierung von passivem Einkommen.
Was die Zahlen sagen
Dass Kredite tatsächlich stabiler laufen, kannst du bei uns schwarz auf weiss nachlesen. Auf unserer Statistikseite findest du den Net Return Index sowie die Entwicklung der Nettoverluste und weiterer Kennzahlen. Alle Zahlen werden von den unabhängigen Analysepartnern LoanClear und Exaloan geprüft. «Qualität vor Wachstum» ist bei uns kein Spruch fürs Marketing, sondern das, was diese Ruhe überhaupt möglich macht.
Fazit
Ein Crowdlending-Portfolio muss nicht bei jedem Börsenbeben mitzittern. Wer sein Portfolio um eine Anlageklasse ergänzt, die sich oft anders entwickelt als Aktien oder Anleihen, muss sich nicht darauf verlassen, dass alle Anlagen gleichzeitig steigen. Genau darin liegt der Wert eines breit diversifizierten Portfolios.