Gute und schlechte Schulden – was macht den Unterschied?

Viele Menschen haben Schulden, sei es für den Kauf eines Hauses, die Finanzierung einer Ausbildung oder aus anderen Gründen. Doch nicht alle Schulden sind gleich. Denn es gibt sogenannte "gute" und natürlich auch "schlechte" Schulden.


Schulden sind nicht gleich Schulden. Für viele Menschen hat das Wort "Schulden" erstmal eine negative Prägung. Aber folgt man modernen Finanztheorien, so kann man Schulden in zwei Arten unterscheiden.

Was sind gute Schulden?

Gute Schulden sind Investitionen, die langfristig positive Auswirkungen haben. Ein Beispiel dafür ist der Kauf eines Eigenheims. Meist gilt der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung als solide Investition. Die Preise für Immobilien steigen in der Regel über die Jahre hinweg, was zu einem Wertzuwachs führt. Dies macht den Kauf eines Eigenheims – auch unter Zuhilfenahme einer Hypothek – zu einer guten Schuldenentscheidung. Beim Thema Immobilien können sich auch Kredite für die Instandsetzung, Renovierung oder Modernisierung lohnen – nämlich immer dann, wenn der Wert steigt.

Ein weiteres Beispiel für gute Schulden ist die Finanzierung einer Ausbildung. In der Schweiz ist Bildung von hoher Bedeutung, und die Investition in eine gute Ausbildung kann sich langfristig auszahlen. Eine hochqualifizierte Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verdient in der Regel später auch ein höheres Gehalt.

Was sind schlechte Schulden?

Ein Beispiel für schlechte Schulden sind Kredite für den Konsum, wie sie bei "Ratenkauf"-Optionen für Kleidung oder Elektronik angeboten werden. Solche Kredite zeichnen sich oft durch sehr hohe Zinsen aus und können zu einer schlechten finanziellen Gewohnheit führen, da sie Menschen dazu verleiten, über ihre Verhältnisse zu leben.

Auch die Finanzierung des Alltags mit dem Einsatz von Kreditkarten kann gefährlich werden. Oft wird der Überblick über die Ausgaben verloren – wird dann der Schuldenbetrag nicht umgehend getilgt, drohen wiederum sehr hohe Zinszahlungen. Oft sind Kreditkarten-Schulden der Anfang einer Spirale, die letzten Endes in die Überschuldung führt. Hier kann es ratsam sein, mit Hilfe einer Kreditkartenschulden-Refinanzierung auf einen besseren finanziellen Weg zu kommen.

Wenn also kein Wert generiert wird und hohe Zinsen drohen, kann man von "schlechten" Schulden sprechen. Dennoch ist nicht jeder Konsumkredit "schlecht". Wer es sich leisten kann und zu guten Konditionen finanziert, für den sind Konsumkredite normalerweise kein Problem. Sie können unter Umständen bei späteren "guten Schulden" (z. B. einem Hauskredit) sogar helfen, denn sie verbessern bei pünktlicher Ratenzahlung meist den eigenen Kreditscore.

Die Bedeutung der Schuldenkontrolle

Unabhängig davon, ob Schulden als gut oder schlecht betrachtet werden, ist es wichtig, eine gewisse Kontrolle über seine Schulden zu behalten. Die Verschuldung sollte immer in einem angemessenen Rahmen bleiben, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Eine übermäßige Schuldenlast kann zu erheblichem Stress und finanzieller Unsicherheit führen.

Was tun bei Verschuldung?

Sollte man zu viele "schlechte" Schulden angehäuft haben, gilt es Ruhe zu bewahren und nicht den sprichwörtlichen Kopf in den Sand zu stecken. Denn jetzt ist Aktivität gefragt:

  • Falls man es nicht alleine schafft, unbedingt eine Beratungsstelle für Schuldenberatung aufsuchen oder professionelle Hilfe von Finanzexperten holen

  • Eine genaue Übersicht über die Schulden und Finanzen erstellen

  • Ein eigenes Haushalts-Budget erstellen und unnötige Ausgaben reduzieren

  • Kontakt mit Gläubigern aufnehmen und Verhandlungen führen, um Zahlungspläne zu vereinbaren

  • Überprüfen, ob eine Umschuldung oder die Konsolidierung der Schulden sinnvoll sind

  • Ggf. psychologische Unterstützung suchen, um mit dem Stress und den emotionalen Herausforderungen einer Verschuldung umzugehen

Kredit aufnehmen bei LEND

Wir wollen, dass unsere Kunden "gute Schulden“ machen. Deshalb haben wir eine sehr strenge Budgetprüfung und lehnen einen Grossteil potenzieller Kreditnehmer ab. Ausserdem raten wir bei Kredit-Abschluss zu einer Ratenausfallversicherung – diese übernimmt "im Falle des Falles" (bspw. bei plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Tod) die Zahlung der Kreditraten.

Teilen: FacebookFacebookFacebookFacebook

Wir machen Finanzen fair für dich - jetzt starten!