Wie finanziere ich meine Ausbildung oder Weiterbildung?

Eine Ausbildung oder Weiterbildung ist eine Investition in deine Zukunft. Aber auch eine finanzielle Herausforderung. Kurskosten, Studiengebühren und Lebensunterhalt summieren sich schnell. Zum Glück gibt es in der Schweiz viele Möglichkeiten, wie du deine Ausbildung oder Weiterbildung finanzieren kannst.


Elternunterstützung bei der Erstausbildung

In der Schweiz sind Eltern gesetzlich verpflichtet, ihre Kinder bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung zu unterstützen. Diese Pflicht kann auch über das 18. Altersjahr hinaus gelten. Sie endet in der Regel nach einer ersten abgeschlossenen Ausbildung. Dazu können auch weiterführende Ausbildungen wie eine Fachhochschule oder eine Berufsmaturität zählen, sofern sie Teil einer zusammenhängenden und angemessenen Erstausbildung sind. Bei einer zweiten Ausbildung besteht diese Pflicht nicht mehr, dennoch lohnt sich das Gespräch über mögliche finanzielle Unterstützung.

Reicht das Budget der Eltern dafür nicht aus, kann ein Bildungskredit die Finanzierung ergänzen. In vielen Fällen ist es hilfreich, wenn die Eltern den Kredit aufnehmen.

Kantonale Stipendien und Darlehen

Jeder Kanton bietet Ausbildungsbeiträge in Form von Stipendien oder Darlehen:

  • Stipendien: finanzielle Unterstützung ohne Rückzahlungspflicht

  • Darlehen: zinsfreie oder zinsgünstige Kredite, die nach der Ausbildung zurückgezahlt werden

Die Bedingungen und Beträge unterscheiden sich je nach Kanton. Anträge stellst du bei der kantonalen Stipendienstelle.

Tipp: Stelle dein Gesuch frühzeitig, denn Bearbeitungszeiten können mehrere Wochen dauern.

Bildungsdarlehen

Wenn du keinen Anspruch auf kantonale Unterstützung hast oder zusätzliches Kapital brauchst, kann ein Bildungsdarlehen helfen.

Plattformen wie LEND bieten faire und transparente Bildungskredite in der Schweiz. Ein Bildungskredit entspricht bei LEND einem klassischen Privatkredit. Wie hoch dein Kredit sein sollte, damit du alle Kosten für deine (Weiter-)Bildung decken kannst, erklären wir in diesem Blog-Beitrag.

Da für einen Privatkredit jedoch neben der Volljährigkeit und einem Wohnsitz in der Schweiz auch ein regelmässiges Einkommen und eine gute Bonität erforderlich sind, ist es für junge Menschen oft schwierig, selbst einen Kredit zu erhalten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, wenn die Eltern den Kredit aufnehmen. Sie profitieren meist von einer besseren Kreditwürdigkeit und günstigeren Konditionen und unterstützen damit direkt den Bildungsweg ihrer Kinder.

Arbeiten und Arbeitgeberbeteiligung

Viele Studierende finanzieren ihre Ausbildung durch Teilzeitarbeit. Nebenjobs in der Gastronomie, im Detailhandel oder im eigenen Fachgebiet sind häufig.

Wenn du bereits im Berufsleben stehst, kann auch dein Arbeitgeber helfen, deine Weiterbildung zu finanzieren:

  • Kostenbeteiligung oder vollständige Übernahme der Kursgebühren

  • Bezahlte Freistellung für Unterrichtszeiten

  • Klare Weiterbildungsvereinbarung mit Rückzahlungsklausel bei Stellenwechsel

Gerade in wachsenden Branchen wie IT, Pflege oder Technik beteiligen sich viele Unternehmen aktiv an den Weiterbildungskosten ihrer Mitarbeitenden.

Bundes- und kantonale Förderprogramme

Der Bund unterstützt Personen, die sich auf eine eidgenössische Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung vorbereiten, mit 50 Prozent Rückerstattung der anrechenbaren Kurskosten. Maximal CHF 9'500 bei einer Berufsprüfung und CHF 10'500 bei einer höheren Fachprüfung. Voraussetzung: Der Lehrgang muss vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt sein. Die Auszahlung erfolgt nach Absolvieren der eidgenössischen Prüfung.

Zudem fördern viele Kantone gezielt Weiterbildungen in Mangelberufen, insbesondere im Gesundheitswesen, in der Technik oder in der Pädagogik.

Private Stiftungen und Fonds

Neben staatlichen Angeboten gibt es zahlreiche private Stiftungen und Fonds, die Weiterbildungen oder Zweitausbildungen finanziell unterstützen. Die Vergabe erfolgt meist branchenspezifisch. Eine gute Übersicht findest du auf Stipendium.ch oder über regionale Beratungsstellen. Solche Förderungen können besonders wertvoll sein, wenn du dich in einem Nischenbereich weiterbildest.

Fazit: Ausbildung finanzieren mit Plan

Es gibt viele Wege deine Ausbildung oder Weiterbildung in der Schweiz zu finanzieren: Elternbeiträge, Stipendien, kantonale Darlehen, Bildungskredite oder Arbeitgeberzuschüsse.

Entscheidend ist eine saubere Budgetplanung. Kombiniere verschiedene Quellen und prüfe staatliche Ansprüche zuerst. Ergänze bei Bedarf mit Eigenleistung oder Kredit.

Wer strukturiert vorgeht, finanziert seine Ausbildung solide und behält die Kontrolle über seine Schulden.

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