LEND macht sich fit für die grosse Bühne

LEND macht sich fit für die grosse Bühne

Kontinuierliche Anpassungen bei LEND für ein noch besseres Angebot

Die Finanzmarktregulierung ist in ständiger Bewegung und besonders im Bereich Fintech wird intensiv daran gearbeitet, die disruptiven Technologien und Geschäftsmodelle richtig zu regulieren. Switzerlend AG ist Teil der Arbeitsgruppe Fintech und arbeitet mit der FINMA und dem SECO sowie Interessenverbänden an der Konkretisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Gleichzeitig haben wir unabhängig eine umfassende Analyse der jüngsten finanzmarktrechtlichen Entwicklung gemacht und ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell erarbeitet. Mit unseren IT-Spezialisten haben wir in den vergangenen Monaten intensiv an den notwendigen Systemanpassungen gearbeitet und die Umsetzung liegt nicht mehr in allzu weiter Ferne.

Im Januar 2016 ging Switzerlend AG mit www.lend.ch an den Start und begann, Privatkredite zu vermitteln. Wir sind zufrieden mit dem bisherigen Volumen und freuen uns darüber, dass gewisse Kredite fast zu schnell von unseren Anlegern und Anlegerinnen finanziert werden: der Rekord liegt bei 9.63 Sekunden für CHF 9’000.-.

Wir haben viel dazu gelernt, vor allem durch die Anregungen unserer Nutzer und Nutzerinnen. So haben wir etwa bei den Kreditprojekten diverse Anpassungen gemacht: Filtermöglichkeiten, Detailinformationen zu Investments, Zahlpläne pro Projekt und Notifikation bei neuen Projekten um nur einige zu nennen. Wir hoffen, auch weiterhin mit ihrer Hilfe immer besser zu werden.

Bisher schlossen Kreditnehmende direkt mit Anlegenden Kreditvertäge ab, vermittelt durch Switzerlend AG. Mit dem neuen Modell wird Switzerlend AG als Vertragspartei dazwischen treten, was diverse Vorteile bringt:

  1. Kreditnehmende schliessen den Kreditvertrag mit Switzerlend ab. Geldanleger finanzieren Kredite wie gewohnt auf der Plattform und erwerben die Forderung aus dem Kreditvertrag mittels Forderungskauf und -zession von Switzerlend.
  2. Im sogenannten Abtretungsvertrag ist der zugehörige Kreditvertrag eindeutig referenziert. Switzerlend übernimmt die Verwaltung der Forderung bis und mit Mahnung und Inkasso. Anlegende haben aber ein rechtlich eigenständiges Forderungsrecht, das sie im Extremfall direkt gegenüber den Kreditnehmenden geltend machen kann.
  3. Kreditnehmende und Anlegende stehen in keinem direkten Vertragsverhältnis mehr, womit die Privatsphäre beidseitig respektiert wird. Ansprechsperson ist in allen Fällen Switzerlend.
  4. Nebst der Unterstellung unter die SRO Polyreg in Sachen Geldwäschereibekämpfung, wird Switzerlend neu Privatkredite unter der Kreditvergabelizenz des Amtes für Wirtschaft und Arbeit Zürich vergeben. Dies bedeutet, dass sich die Risikoprüfung, Dokumentation und Kundeninformationen nach dem Konsumkreditgesetz richten.
  5. Durch das Zwischenschalten von Switzerlend beseitigen wir allfällige rechtliche Unklarheiten. Wir sind regulatorischer Puffer für unsere Nutzende und übernehmen allfällige Verpflichtungen selbst. Die Struktur ist beständig und auch fit für künftige Entwicklungen.
  6. Zudem werden künftig auch andere Kreditarten einfacher abzuwickeln sein. Das erlaubt uns, für Anleger und Anlegerinnen ein breiteres Angebot zu lancieren und damit die Diversifikationsmöglichkeiten zu erhöhen. Zudem öffnen wir unsere Crowdlending-Plattform für institutionelle Anlegende, die sich in einem enormen Anlagenotstand befinden. Alternative Anlagen sind notwendig, um die Renditevorgaben zu erreichen.
  7. Switzerlend hat eine exklusive Kooperationsvereinbarung mit Intrum Justitia abgeschlossen. Alle Kreditnehmende durchlaufen einen parametrisierten Antragsprozess, in dem das Kreditrisiko mit den Datenbanken von Intrum Justitia abgeglichen und bewertet wird. Tiefe Ausfallraten sind und bleiben unser oberstes Gebot.

Neu rechnen wir auch die Gebühren für Kreditnehmende vollständig in den sog. effektiven Zinssatz. Damit schaffen wir eine faire Vergleichsgrundlage. Damit wir weiterhin kompetitive Zinssätze zeigen können, müssen wir deshalb die Gebühren für Kreditnehmende senken. Zur Kompensation erhöhen wir die Gebühren auf der Anlegerseite auf 1.00%. Dieser Schritt fiel uns nicht leicht. Wir sind damit aber immer noch deutlich günstiger als Bankinstitute. Und letztlich sollten Investments immer an der Nettorendite gemessen werden. Wir sind überzeugt, dass wir hier einiges zu bieten haben.

Michel Lalive
Founder

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