Freitag der 13. – was ist dran am Mythos?

Freitag der 13. – was ist dran am Mythos?

Freitag der 13. - was ist dran am Mythos

Es ist wieder soweit – der heutige Freitag fällt auf den 13. des Monats. Viele Menschen sind heute besonders vorsichtig beim Gang aus dem Haus oder verlassen dieses erst gar nicht, reisen nicht oder investieren kein Geld. Doch woher rührt der schlechte Ruf eigentlich? Und ist an ihm etwas dran?

Woher stammt der schlechte Ruf?

Mindestens ein Mal, höchstens drei Mal im Jahr, insgesamt 688 Mal innerhalb von 400 Jahren - der Zeitspanne des gregorianischen Kalenders - kommt es zu dieser ominösen Verbindung aus der Zahl 13 und dem Wochentag Freitag. Beide gelten bereits einzeln als Unglückssymbole.

Die 13 überschreitet das Zwölfersystem und war im Volksmund lange als “teuflisches Dutzend” bekannt. Der Freitag ist der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde und gilt folglich im Christentum als Unglückstag. Nur logisch also, dass abergläubische Menschen der Verbindung aus beiden ein besonderes Unglückspotential zuschreiben.

Der “Black Friday”, also der Tag des US-amerikanischen Börsencrashs aus dem Jahr 1929 befeuerte zusätzlich den schlechten Ruf des Datums. Fakt hier ist jedoch, dass der Crash eigentlich schon am Donnerstag begann.

Was sagt die Statistik?

Bereits in zahlreichen Statistiken wurde der Frage auf den Grund gegangen, ob es an einem Freitag den 13. tatsächlich zu überdurchschnittlich vielen Unglücken kommt. Keine konnte diese These bisher belegen.

So hat sich die Zürcher Versicherung mit der Frage beschäftigt, ob es an den schwarzen Freitagen zu überdurchschnittlich vielen Schäden kommt. Seit 2009 analysiert das Unternehmen aus diesem Grund die dem Unternehmen vorliegenden Daten. Das Ergebnis der Statistikauswertung: Der Freitag ist aus Schadenssicht ein Tag wie jeder anderer.

Auch an den Börsen, insbesondere unter Privatanlegern, halten sich hartnäckig Gerüchte über Anomalien und einbrechende Aktienkurse. Jedoch lassen sich auch hier statistisch keine systematischen Abweichungen feststellen. Dies gilt im Übrigen ebenso für den Januar-Effekt, die Regel “Sell in May and go away”, Kalender-, Montags- oder andere verbreitete Effekte. Aus statistischer Sicht gibt es also keinen Grund, sich heute mehr Sorgen als sonst zu machen. Achten Sie dennoch auf schwarze Katzen, die Ihnen von links über die Strasse laufen, dass Sie unter keinen Leitern durchlaufen oder Spiegel zerbrechen, denn man kann ja nie wissen.

Übrigens: Der nächste Freitag der 13. erwartet uns bereits im Juli diesen Jahres.

Florian Kübler
Founder

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