Crowdlending, Social Lending oder Peer-to-Peer-Lending? Viele Namen, ein Ansatz

Crowdlending, Social Lending oder Peer-to-Peer-Lending? Viele Namen, ein Ansatz

Crowdlending, Social Lending oder Peer-to-Peer-Lending? Viele Namen, ein Ansatz

Mittlerweile ist das direkte Leihen und Verleihen von Geld eine feste Grösse im Schweizer Finanzmarkt. Immer wieder führen jedoch die unterschiedlichen Namen dieses Modells zu Verwirrung. Heisst es Crowdlending? Oder Social Lending? Oder ist P2P-Lending der richtige Begriff?

Die Kurzantwort: Grundsätzlich meinen alle Begriffe dasselbe. Im Detail gibt es in der Definition minimale Unterschiede, die jedoch in der Berichterstattung meist vernachlässigt werden.

Was ist gemeint?

Alle Begriffe beschreiben die Vergabe eines Kredits über das Internet, der von mehreren „Peers“ (sowohl private, als auch juristische Personen sind möglich) an eine andere Privatperson oder ein Unternehmen vergeben wird. Statt einer Bank gibt es Online-Kreditmarktplätze wie LEND, die einen Kreditantrag prüfen, bewerten und das Kreditprojekt betreuen und technisch abwickeln (siehe auch: Wie funktioniert Kredit durch Crowdlending?).

Wir haben uns die Mühe gemacht, die einzelnen Begriffe einmal näher anzuschauen und die Herkunft zu untersuchen:

  • Crowdlending: aus dem Englischen “crowd” (übersetzt “Menge an Personen”) und “lending” (übersetzt “Leihe” bzw. “Kreditgewährung”). Die “Menge” kann aus Privatpersonen oder juristischen Personen bestehen.

  • Social Lending: Der Begriff ist angelehnt an Begriffe wie “Social Media”. Meistens wird er einfach als Synonym für Crowdlending verwendet. In Einzelfällen ist die Vergabe von Krediten als Klein- oder Mikrokredit an Unternehmer in Entwicklungs- und Schwellenländern gemeint. Hierbei steht vor allem die Unterstützung der Arbeit des Kreditnehmers im Vordergrund, weniger eine Gewinnabsicht.

  • P2P-Lending / Peer-to-Peer-Lending: frei übersetzt „von Person zu Person“. Im Internet findet sich auch der Begriff “Person-to-Person-Lending”. Ein immer öfter auftauchender Unterbegriff ist P2B-Lending, eine Abkürzung für Peer-to-Business-Lending, also die Vergabe von Krediten an Unternehmen (zum Beispiel KMUs).

  • Marketplace Lending: Dieser Begriff wird benutzt, wenn ein grosser Teil des Kapitals für die Kredite von institutionellen Anlegern beigesteuert wird. Sie finanzieren über die Plattform sehr viele Kredit gleichzeitig.

Eine deutliche Abgrenzung gibt es allerdings zum Begriff Crowdfunding (aus dem Englischen: „crowd“ für „Menge an Personen“ und „funding“ für „Finanzierung“). Hier werden Projekte, Produkte oder ganze Geschäftsideen finanziell unterstützt. Normalerweise erhalten die Unterstützer dafür keine finanzielle Gegenleistung, sondern eine Art „Dankeschön“, z.B. das „funded“ Produkt. Es gibt aber auch eine Form, in dem die Crowd am Projekterfolg finanziell partizipiert – z.B. mit einer stillen Beteiligung oder nachrangigen Darlehen: Das sogenannte Crowdinvesting.

Egal also, ob es nun Crowdlending oder P2P-Lending genannt wird: Immer geht es um direkte Kreditvergabe – ohne Bank. Und wir bei LEND haben uns dieser Idee verschrieben:

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